Canaima und Gran Sabana

Laguna de Canaima

Die Lagune von Canaima liegt mitten im gleichnamigen Nationalpark im Südosten Venezuelas. Die Fläche des Canaima Nationalpark ist größer als Belgiens und einzig den Pemon Indianern ist es erlaubt innerhalb des Nationalparks zu siedeln. In Canaima ergießt sich der Rio Carraro in mehreren Wasserfällen in eine Lagune. Früher mieden die Indianer die Lagune, da sie dort die Heimat eines bösen Gottes vermuteten. Erst als Abenteurer die Schönheit der Lagune entdeckt hatten und der Tourismus seinen Anfang nahm siedelten sich auch die Indianer in Canaima an. Der El Sapo - der Frosch - Wasserfall besitzt auf seiner ganzen Länge eine Aushöhlung, die es erlaubt hinter den herabstürzenden Wassermassen den Wasserfall zu hinterwandern.

In der Gran Sabana gibt es viele Flüsse und Bäche und unzählige Wasserfälle. Bei vielen davon haben sich kleine Becken gebildet, die zum Baden einladen. Das Hochplateau der Gran Sabana liegt auf dem Guayana-Schild. Die einstigen Sandsteinschichten wurden durch Erosion abgetragen, die Tafelberge sind noch Überreste dieser Zeit. Das Besondere des Quebrada de Jaspe Wasserfalls ist sein Flussbett, das aus dem Halbedelstein Jaspis besteht. Dadurch leuchtet der Wasserfall in strahlendem Rot. Während der Regenzeit erstrahlt die gesamte Gran Sabana in sattem Grün, doch größere Büsche und Bäume konzentrieren sich an Flussläufen, wo sie ganzjährig mit Wasser versorgt werden.

Guácharo und am Orinoko

Orinoco Delta

Auf seiner Südamerika-Reise besuchte Alexander von Humboldt auch die Cueva del Guácharo, die Höhle der Guácharo. Die Guácharo - Fettschwalmen - sind nachtaktive Vögel und orientieren sich im Dunkeln mit Hilfe von Schall. Sie werden auch Ölvögel genannt, da früher einmal im Jahr Jungvögel von den Indianern gefangen und deren Fettschicht zu Öl verarbeitet wurde.

Der Orinoko - der Vater der Flüsse - ist nicht nur einer der größten Flüsse Südamerikas, erst ist auch noch über den Casiquiare mit dem Rio Negro und damit dem Flusssystem des Amazonas verbunden. Das Orinokodelta ist nur schwach besiedelt und bietet noch reichlich Freiraum für die vielen Tierarten.

Cashew-Nüsse sind eigentlich keine Nüsse sondern die Kerne der Frucht des Caju-Baums. An jedem Fruchtkörper, der auch genießbar ist und z.B. zu Saft verarbeitet wird, wächst nur ein Cashew-Kern. Vor dem Verzehr muss der Kern erst bearbeitet, da die Schalen ein ätzendes Öl enthalten, das erst durch rösten unschädlich gemacht werden muss.

Piranhas haben zwar einen schlechten Ruf, aber gefährlich sind sie nur, wenn viele davon auf engem Raum zusammengedrängt sind. In einem großen Fluss mit genügend Futter sind sie eigentlich harmlos.

Isla Margarita

Isla Margarita

Die Isla Margarita vor der Küste Venezuelas gehört zur Inselgruppe der kleinen Antillen. Der Playa El Agua liegt im Osten der Insel direkt am Atlantik.